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Neuseeland

Dafür, dass es einmal um die halbe Welt gehen sollte, war meine Reise nach Neuseeland auch eine der ziemlich spontanen Reisen:
Meine Schwester war 2002 für ein halbes Jahr im Austausch in Neuseeland und ich lag in den letzten Zügen der Schulzeit. Im Herbst hatten wir unsere Abschlussfahrt in die Toskana wo mich nichtsahnend ein Anruf von meiner Mutter erreichte, die mich fragte, ob ich nach Neuseeland fliegen wollte. Ich müßte das jetzt auch sofort entscheiden, es wäre nur noch ein Platz im Flieger frei. Gut - ich war grad in Italien, der Flug sollte schon kurz nach meiner Rückkehr sein und alleine Fliegen fand ich schon gruselig. Aber wer sagt bei sowas nein?

Also bin ich am 12.10.2002 in Düsseldorf in den Flieger gestiegen um zunächst nach London zu fliegen. Doch da fing das Gruseln vor der langen Reise alleine auch schon an: In London herrschte dichter Nebel und der Luftraum war gesperrt. Super! Immerhin hatte ich einen Anschlussflug nach L.A.!! Zum Glück sollte ich aber in London 5 Stunden Aufenthalt haben, so dass ich dann nach langem Warten in Düsseldorf schließlich doch noch mit einem guten Zeitpolster in London gelandet bin.
Leider gehört Heathrow allerdings zu einem der chaotischsten Flughäfen, wie ich finde, und so mußte ich erstmal suchen, wo ich denn nun hin mußte.Nachdem auch dieses Hinderniss überwunden war, gind die Reise so richtig los - die nächsten knapp 23 Stunden sollte ich ab jetzt im Flugzeug verbringen.
Meine "Herr der Ringe"-Lektüre brachte mich schnell in ein Gespräch mit zwei Japaner, die auf dem Weg nach L.A. waren und so verging die Zeit doch recht schnell, bis ich endlich die riesige Metropole unter mir sah. Eine wirklich riesige Stadt - nur den Hollywood-Schriftzug konnt ich leider nicht sehen ...  Da die Amerikaner wohl gerne viel Papierkram machen, mußte ich doch tatsächlich für meine 2 Stunden Aufenthalt und obwohl ich "On Transit" war, ein Visum beantragen. Nachdem ich die Formulare ausgefüllt und brav meine "Sweets" deklariert hatte, fand ich mich in einer riesigen Schlange wieder und fühlte mich abgefertigt wie bei einem Boot-Camp - wenigstens was Tonfall und Wortwahl des Menschen anging, der uns auf die Schalter aufteilte. Naja, wenigstens der Schalterbeamte, den ich erwischte war nett und begrüßte mich mit einem "Damn, this are blue eyes" im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Und wenn man schonmal da ist, muß man ja kurz wirklichen amerikanischen Boden betreten. Also bin ich kurz aus der Tür um mir die Taxis anzuschauen. L.A. stinkt ;-)