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2006

2006 ging es nach Venedig in Italien und St. Tropez in Frankreich, mit der Uni auf die Isola del Giglio vor der italienischen Küste und für drei tolle Tage nach London.
Viel Spaß beim Lesen der Berichte!


Venedig, St. Tropez

Unser Trip nach Venedig und St. Tropez im Sommer 2006 gehört definitiv zu den spontansten Reisen: Wir wußten, dass wir eine Woche Zeit hatten und dass Christians Vater sowie sein Bruder mitkommen würden. Was wir bis am Abend vor der geplanten Abreise nicht wußten, war, wohin wir fahren wollten. Also schlugen wir unser Basislager in einer Studentenkneipe in Karlsruhe auf und setzten uns mit einem Stapel Karten und dem Campingführer zusammen.
Kroatien? Zu viele Kiesstrände, fast nur FKK - fiel also erstmal weg.
Griechenland? Super, aber auch eine super teure Fährüberfahrt - heben wir uns also für wann anders auf.
Spanien? Waren wir schon so oft.
Blieben also noch Italien und Frankreich als erreichbare Ziele.
Italien machte es uns ganz schön schwer, einen einigermaßen vernünftigen Campingsplatz zu finden, weil die meisten beim A**C-Test gnadenlos durchgefallen sind, doch schließlich einigten wir uns auf die Region Venedig. Christians Vater ist leidenschaftlicher Tourer und auf seinen Vorschlag hin packten wir noch am Abend unsere Koffer und machten uns auf den Weg.
So kamen wir also am nächsten Tag schon im herrlich sonnigen und warmen Italien an und verschwanden nach Bus- und Zeltaufbau direkt am Strand. Den nächsten wolkigen Tag nutzten wir für eine Tour nach Venedig - ein bißchen Sideseeing muß ja sein!

   
Markusplatz                     Seufzerbrücke

Leider blieb das Wetter wolkig bis es in einem ganzen Tag Gewitter endete. So wollten wir jetzt aber unsere kurze Urlaubswoche nicht verbringen!

Also schnell Zelte wieder eingepackt und den Rezeptions-Damen vom Campingsplatz klar gemacht, dass wir doch nicht bleiben wollen. Doch wohin? Unser Weg führte uns in das nächste Internetcafe, wo wir versuchten rauszufinden, wo das Wetter besser sein und bleiben sollte. Regen in ganz Norditalien. Toll. Kroatien lohnte sich jetzt auch nicht mehr, wegen der langen Fahrt rüber. Also Frankreich.
So machten wir uns wieder auf eine Nachttour und waren am nächsten Morgen in Monte Carlo/ Monacco. Die Männer mußten natürlich die Formel 1-Strecke nachfahren und den Bulli verbotenerweise vorm Casino parken, bevor es weiterging. Mittags landeten wir schließlich in Port Grimauld auf einem schönen Campingsplatz mit Sicht auf St. Tropez auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht. Hier genossen wir unsere letzten Urlaubstage am Strand oder beim Bestaunen der imposanten Yachten der oberen 10.000 :-)


Blick aufs abendliche St. Tropez

Alles in allem eine Reise ganz nach unserem Geschmack!



Isola del Giglio

Keine vier Wochen später ging es schon wieder auf die Reise.
Allerdings war es diesmal ein Urlaub, der als Meeresbiologische Großexkursion der Uni Karlsruhe getarnt war, d.h. ich war mit einer größeren Gruppe inklusive einem Prof und einem Doktor unterwegs.
Bei strömendem Regen machten wir uns per Bus auf in die Toscana um dort von Porto Santo Stefano aus mit der Fähre zur Isola del Giglio überzusetzen. Giglio ist vor der toscanischen Küste die zweitgrößte Insel neben Elba und bei gutem Wetter in Sichtweite von Korsika. Wobei zweitgrößte Insel nicht zwangsläufig heißt, dass Giglio groß ist - die Insel misst in ihrer Länge neun und in der Breite fünf Kilometer! Es gibt ganze drei Ortschaften von denen abgesehen Giglio eigentlich nur aus Gegend besteht.
Porto Santo Stefano empfing uns leider zunächst mit deutschem Wetter - Regen! Zum Glück war es wenigstens deutlich wärmer als zu Hause. Auch Giglio schien uns irgendwie nicht haben zu wollen, denn es herrschte bei der Fährüberfahrt derart Seegang, dass die Hälfte der Passagiere ihr Heil in den ausgeteilten (durchsichtigen!! Na lecker ...) Plastiktüten suchte bzw. suchen mußte. Mir gings zum Glück gut, es heißt ja eh, ich hab einen unzerstörbaren Magen ;-)


Katja, ich und Manu bei schwerem Seegang (aber mit guter Laune *g*)

Auf Giglio angekommen bezogen wir in kleinen Gruppen unsere Apartments und genossen den Rest des Tages erstmal am Strand.
Die folgenden Tage begannen morgens im Labor und endeten Nachmittags irgendwo an einem "Strand" (Steilküste trifft es wohl ehr!) beim Schnorcheln. Ein Tag allerdings galt einer ganztägigen Landexkursion, bei der wir die Spitze der Insel (300m ü.N.N.) erklommen - und endlich die einzige auf der Insel beheimatete Schlange gesehen haben (das die ungiftig ist, braucht ja keiner wissen *g*)
Unseren freien Tag habe ich dann zu einem Schnuppertauchkurs genutzt. Nach einigen Trockenübungen am Strand ist unsere Krabbelgruppe dann aufgebrochen um das Meer mal aus einer anderen Perspektive zu erkunden. Zuerst ist der Lungenautomat wirklich ungewohnt, aber Seepferdchen, kleine Rochen, Kraken und allerlei anderes Getier entschädigt einen dann für alles! Den Rest des Tages haben wir für einen Ausflug nach Gliglio Castello genutzt und für ein leckeres Essen in Giglio Porto.

Wird noch fortgesetzt!



London

Zu meinem Geburtstag bekam ich von Christian ein verlängertes Wochenende in London geschenkt. Das es gerade London war lag auch daran, dass eine gute Freundin von uns dort grade ein Praktikum machte und wir sie so gleichzeitig besuchen konnten.
Unser Flug ging an einem Donnerstag-Morgen in aller Herrgottsfrühe, so dass wir schon morgens in London in unser Hotel einchecken konnten.
Da man uns vor den Wochenendanstürmen mit ewig langen Wartezeiten am Madame Tussauds gewarnt hatte, hatten wir unseren Besuch dort direkt für den Donnerstag geplant. Und wir wurden belohnt! Genau drei Leute vor uns in der Schlange *froi*
Natürlich konnten auch wir uns nicht gegen plötzlich aufkommendes Touri-Verhalten wehren und haben uns nett lächelnd mit ein paar Wachsfiguren abgelichtet. Die Figuren sind zum Teil wirklich täuschend echt! In einem kleinen Snack-Bereich saßen Figuren zwischen den Leuten an den Tischen, die man erst beim zweiten Hinsehen als unecht erkannte. Natürlich wurde das auch ausgenutzt um arme Steffis zu erschrecken, wenn eine vermeintliche Wachsfigur plötzlich zum Leben erwacht ... *schäm*

  
Ich mit Johnny Depp und Christian mit Martin Luther King

Den Freitag verbrachten wir mit allerlei Besichtigungen und einer Londoner Disco-Tour zusammen mit Kathi (unsere Freundin) und ihren Mitbewohnern.

     
Big Ben                         Westminster Abbey       Tower Bridge

Samstag morgen besuchten wir bei strömendem Regen (bisher war das Wetter für London erschreckend gut gewesen!) den Tower of London und nachmittags zeigte Kathi uns Notting Hill und Chinatown. In einem Restaurant dort wurden wir in die Dim-Sum-Küche eingeführt *lecker* Übrigens gut, dass wir die englische Karte genommen haben, denn wenn wir die Speisen nach dem Lottoprinzip ausgesucht hätten, wäre die Chance groß gewesen, dass wir Entenzungen oder knusprige Hühnchen-Füße bekommen hätten ...

Leider sind drei Tage für eine so gigantische Stadt wie London doch etwas kurz und so wird uns die Stadt an der Themse mit Sicherheit noch einmal wiedersehen!